So sehen wir das! - Pressemitteilung der Wählergemeinschaft FREIE BÜRGER Werder Die FREIEN BÜRGER Werder stehen für Weltoffenheit, Zusammenhalt und friedliches Miteinander. Wir tragen mit unserem Engagement und bei öffentlichen Veranstaltungen aktiv zur Erinnerungs- und Gedenkkultur der Stadt Werder bei.

Am 09. November 2020 hielt Sigmar Wilhelm an den Stolpersteinen von Resi und Hans Siegfried Salomon in der Klaistower Straße eine Gedenkrede anlässlich der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee. Fred Witschel engagierte sich im Caputher Netzwerk der Hilfe für die Flüchtlinge der Außenstelle Ferch als Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung. Und übrigens: Wir gehören als Wählergemeinschaft zu den Unterstützern des Aktionsbündnisses „Weltoffenes Werder“. Eine Grundlage für die Entscheidung im Glindower Ortsbeirat zur Straßenbenennung „Am Schulcampus“ war die sachgegenständliche Ortsbezeichnung auch in Bezug der Straßenbezeichnungen in der näheren Umgebung. Dies steht nicht im Widerspruch zur Gedenkkultur, da es bereits zwei Stolpersteine unweit des Schulcampus für Resi und Hans Siegfried Salomon als Gedenkort gibt. Die Eile der Entscheidung lies keine Zeit, um umfassend zu auch anderen jüdischen Schicksalen im Ortsteil Glindow zu recherchieren. So zum Beispiel zu Irene Carst oder den 17 jüdischen Zwangsarbeitern in der Ziegelei, denen das gleiche Schicksal wie der Familie Salomon widerfahren war. Es widerstrebte uns, Schicksale gegeneinander abzuwägen. Statt Straßenbenennungen zur Instrumentalisierung zu nutzen, ist das offene Gespräch miteinander über eine Erinnerungs- und Gedenkkultur in unserer Stadt dringend geboten. Dafür sollte eine Kommission gegründet werden, bestehend aus gewählten Gremien der Stadt und der Ortsteile, der Verwaltung, Bürgerinnen und Bürgern, Heimatvereinen sowie dem Aktionsbündnis Weltoffenes Werder. Wir als Wählergemeinschaft FREIE BÜRGER Werder stehen dem offen gegenüber! Fred Witschel Fraktionsvorsitzender und Sprecher FREIE BÜRGER Werder


Drucken